Piratenpartei

Piratenpartei

Ich bin Ende 2010 auf die Piratenpartei aufmerksam geworden und um sie besser kennenzulernen habe ich den regelmässig veranstalteten Stammtischen teilgenommen. Die Personen und Themen haben mir gefallen und so wurde ich immer aktiver, als es nötig wurde habe ich die Leitung des Stammtisches übernommen und war seit dem 12. November 2011 Präsident der damals neu gegründeten Sektion St. Gallen und beide Appenzell.

Der nachfolgende Text soll die Piratenpartei dem Leser etwas näher bringen und Klarheit schaffen. Er bildet aber keineswegs eine offizielle Erklärung der Piratenpartei sondern ist meine persönliche subjektive Ansicht der Partei, von der ich aber hoffe, dass sie mit dem Kollektiv übereinstimmt.


Wer das Parteiprogramm der Piratenpartei Schweiz gelesen hat, kann nicht davon sprechen, dass es sich hier um eine Einthemenpartei handelt. Die Piraten haben wohl nicht das ganze Themenspektrum abgedeckt, das kann von einer jungen Partei aber auch nicht erwartet werden und wird wohl nie der Anspruch der Piratenpartei sein.

Die aus meiner Sicht wichtigste Aussage zuerst: Die Piraten sind nicht diejenigen, die alles im Internet haben wollen. Wir stehen Firmen wie Facebook und Google kritisch gegenüber, uns ist der Schutz der persönlichen Daten und somit der Persönlichkeit ein anliegen. Privatsphäre ist gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Gut!

Die Piraten haben die neue Entwicklung verstanden. Nicht mehr die Arbeit oder Ackerland sind in der heutigen Wirtschaft führend, sondern Informationen. Dies führt zu verschiedensten schwierigen Konfliktsituationen in der Politik, in der die Piraten mitreden wollen, denn …

  • … durch die nötige Transparenz des Staatswesens kann das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik aufrecht erhalten und Entscheidungen nachvollzogen werden.
  • … die Privatsphäre der einzelnen Person muss geschützt und der Datenschutz somit strikt eingehalten werden.
  • … staatliche Zensur darf nicht geduldet werden. Es müssen Ursachen gefunden und Probleme gelöst werden, mit Wegschauen ist niemandem geholfen.
  • … mit Infrastrukturmonopolen und Patenten wird vielfach Fortschritt durch marktbeherrschende Stellung verhindert.
  • … populistische Verbote lösen keine Probleme, nur Aufklärung und Medienkompetenz schützen unsere Jugend nachhaltig.