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Verträge, Verträge, Verträge

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Am 1. August feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag, der auf den Bundesbrief von 1291 als Gründungsurkunde basiert.

Die Talschaften Uri, Schwyz und Unterwalden haben «einander Beistand, Rat und Förderung mit Leib und Gut innerhalb ihrer Täler und ausserhalb nach ihrem ganzen Vermögen zugesagt […]». Ein wichtiger aber nicht der erste und bei weitem nicht der letzte Vertrag der eine erfolgreiche Zusammenarbeit besiegelt.

Auch wenn heutige Verträge kaum mehr dem Schutz dienen «gegen alle und jeden, die ihnen oder jemand aus ihnen Gewalt oder Unrecht an Leib oder Gut antun.», die daraus resultierende Zusammenarbeit darf auf jeden Fall als Erfolg betrachtet werden, im Sinne, dass das Ganze mehr ist als nur die Summe seiner Einzelteile.

Im Bereich eGovernment arbeiten alle St.Galler Gemeinden und der Kanton eng zusammen und im Oberrheintal haben wir uns zusammengetan um das künftige Hallenbad gemeinsam zu realisieren, dies nur zwei Beispiele. All diese Verträge hatten immer Verhandlungen voraus, die mitunter hart ausgefochten wurden. Wichtig war und ist aber immer, dass alle Betroffenen schlussendlich auf eine erfolgreiche Gesamtlösung hinarbeiten. Leider wird heute vermehrt festgestellt, dass sich Parteien lieber an Einzelpositionen verbeissen oder eine einseitig beste Lösung suchen. Kein Vertrag ist in den seltensten Fällen die bessere Lösung! Wo wäre die Schweiz wohl heute, wenn im 1291 jede der drei Talschaften nur das Beste für sich hätte herausholen wollen?

Die Schweiz und unser Zusammenleben basiert auf Verträgen die sich auf das Gemeinsame abstützen. Mögen wir das nie vergessen, in Bundesbern, beim Kanton, auf Gemeindeebene und in der Nachbarschaft. Gemeinsam geht’s besser und es macht auch mehr Freude!

Ich wünsche euch und euren Familien einen schönen 1. August.

Veröffentlicht im August-Mitteilungsblatt der Gemeinde Eichberg.

Kategorie: Gemeinde Eichberg, Persönlich, Politik | Kommentar schreiben

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